Termine & Aktuelles

Mediengruppe Pressedruck

Zauberhafter Literaturabend der Augsburger Allgemeinen mit Schriftsteller Sten Nadolny

 

Ein Abend über Bücher - und ein Abend mit einem großen, charmanten Schriftsteller: Zum zweiten AZ-Literaturabend kommt Sten Nadolny mit seinem neuen Roman.

von Richard Mayer und Sandra Braeucker

 

Vor ausverkauftem Haus präsentiert Sten Nadolny seinen neuen Roman „Das Glück des Zauberers". In dem Buch wird gezaubert, mit einer Fantasy-Geschichte hat der Roman aber nichts zu tun. Denn der 111-jährige Zauberer Pahroc hat die Geschichte des 20. Jahrhunderts erlebt, vom Ersten Weltkrieg bis in die Gegenwart. Aus der Sicht eines Zauberers fällt der Blick auf die scheinbar bekannten Ereignisse anders aus.

 

Als Leser blickt man neu auf die Welt

Im Gespräch mit Michael Schreiner, dem Leiter der Kultur- und Journal-Redaktion der Augsburger Allgemeinen, erzählt Nadolny, was den neuen Roman mit seinem Publikumserfolg „Die Entdeckung der Langsamkeit" verbindet: Beide erschafften detailliert eine andere Welt, so dass man als Leser neu auf die reale blicke.

 

Eine Zuhörerin sagt, dass sie es so machen werde wie der Zauberer Pahroc im neuen Roman. Sie werde ihrem just auf die Welt gekommenen Enkelkind ebenfalls Briefe schreiben, in unregelmäßigen Abständen, und darin die Geschichte ihres Lebens und ihrer Zeit erzählen.

 

AZ-Kulturredakteurin Birgit Müller-Bardorff stellt als Vorsitzende der Jury für den Deutschen Jugendliteraturpreis Neuerscheinungen vor und erzählt, dass ein aktueller Trend darin liege, das Thema Radikalisierung von rechts aufzugreifen. „Vor zwei Jahren war das noch die Radikalisierung durch Islamisten."

Nadolny Intranet.JPG

Im Literarischen Salon diskutieren Marius Müller, Leiter der Stadtteilbücherei Göggingen, der Buchhändler Kurt Idrizovic, und die AZ-Kultur- und Journalredakteure Stefanie Wirsching und Wolfgang Schütz über drei Neuerscheinungen des Bücherherbstes: Colson Whiteheads „Underground Railroad" („stark, packend, politisch"), Yasmina Rezas „Babylon" („ein Abklatsch von früher, heruntererzählt" – „eine gelungene Gesellschaftssatire") und Robert Menasses „Die Hauptstadt" („Ich glaube jetzt noch stärker an Europa").


Zurück zur Übersicht